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Verordnungsfähig

Offiziell im Heilmittelkatalog. Diagnosegruppe: SP6. Verordnung eindeutig.

KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V): G71.0- als LHB mit SC/SP6.

G71.0- – Muskeldystrophie

ICD-11-Äquivalent: 8C70.Z – Muskeldystrophie, nicht näher bezeichnet annäherung

ICD-11 bietet hier nur eine unspezifische Restkategorie; nächstliegende Entsprechung, genauere Abbildung ggf. über Postkoordination.

Auch gesucht unter: G71.0- Logopädie, Myopathie Logopädie

Duchenne: Bulbäre Beteiligung im Spätstadium, Makroglossie. Fazio-skapulo-humerale Dystrophie: Fazialisparese, Artikulation, Lippenschluss. Myotone Dystrophie Typ 1 (Steinert): nasale Stimme, Dysphagie häufig, Gesichtsmuskelschwäche.

Logopädische Beschreibung – G71.0- Muskeldystrophie

G71.0- (Muskeldystrophie): Primäre Muskelerkrankung. Logopädisch: Dysarthrie (schlaff, durch Muskelschwäche), Dysphagie (Kau-/Schluckmuskeln betroffen, Aspirationsgefahr), Stimmschwäche, bei Kindern Sprachentwicklungsverzögerung. Duchenne: Bulbäre Beteiligung im Spätstadium, Makroglossie. Fazio-skapulo-humerale Dystrophie: Fazialisparese, Artikulation, Lippenschluss. Myotone Dystrophie Typ 1 (Steinert): nasale Stimme, Dysphagie häufig, Gesichtsmuskelschwäche.

Typische Störungsbilder – G71.0- Muskeldystrophie

Dysarthrie SP6 im Verlauf

Schlaff, durch Muskelschwäche.

Dysphagie SC häufig im Verlauf

Kau-/Schluckmuskulatur betroffen.

Einfach erklärt:

Bei Muskelerkrankungen können auch Sprech- und Schluckmuskeln betroffen sein. Logopädie hilft, die Verständlichkeit und sichere Ernährung zu erhalten.

Logopädische Relevanz – G71.0- Muskeldystrophie

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Kinder und/oder Erwachsene.
Bedeutung Seltene Erkrankungen, aber langfristiger Bedarf.

Zugeordnete Diagnosegruppen – G71.0- Muskeldystrophie

SP6 – Störungen der Sprechmotorik Primär Offiziell (HMK)

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)

Leitsymptomatik:

SP6a

Wann verordnen:

Bei Sprechproblemen.

Begründung:

Dysarthrie.

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V): Mit SC/SP6 als LHB.

Leitsymptomatik:

SCa

Wann verordnen:

Bei Schluckproblemen.

Begründung:

Dysphagie.

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Heilmittel, Höchstmengen und Vordruck je Diagnosegruppe – G71.0- Muskeldystrophie

SP6 Primär Offiziell (HMK)
Heilmittel Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Gruppentherapie 45 oder 90 Min.
Höchstmenge je Verordnung 20
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13
SC Offiziell (HMK)
Heilmittel Schlucktherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Höchstmenge je Verordnung 10
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13

Verordnung & Praxistipps – G71.0- Muskeldystrophie

Typische Erstverordnung – G71.0- Muskeldystrophie

Diagnosegruppe SP6
Leitsymptomatik SP6a
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Im Verlauf
Dringlicher Behandlungsbedarf Nein
Therapiebericht Ja

Tipps für Ärzt*innen – G71.0- Muskeldystrophie

  • Langfristiger Heilmittelbedarf. SP6 + SC.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – G71.0- Muskeldystrophie

  • Logopädie begleitet die Erkrankung langfristig.

Extrabudgetärer Status – G71.0- Muskeldystrophie

Diese Diagnose ist als langfristiger Heilmittelbedarf anerkannt (Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie). Logopädie kann dauerhaft verordnet werden, ohne das Budget der ärztlichen Praxis zu belasten.

SC LHB
SP6 LHB
Nach Ablauf:

Langfristig.

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)

Therapieverlauf – G71.0- Muskeldystrophie

Therapiebeginn: Bei Symptomen

Setting: Ambulant

Frequenz: 1-2x/Woche

Besonderheiten: Duchenne: Bulbäre Beteiligung im Spätstadium, Makroglossie. Fazio-skapulo-humerale Dystrophie: Fazialisparese, Artikulation, Lippenschluss. Myotone Dystrophie Typ 1 (Steinert): nasale Stimme, Dysphagie häufig, Gesichtsmuskelschwäche.

Therapieinhalte – G71.0- Muskeldystrophie

  • Dysarthrie: Artikulation, Atemkoordination
  • Dysphagie: Kostanpassung, Schlucktechniken
  • UK bei schwerer Dysarthrie
  • Atemfunktion beachten

Diagnostik – G71.0- Muskeldystrophie

Erstdiagnostik – G71.0- Muskeldystrophie

Test Zweck Zeitpunkt
Dysarthrie + Schluckdiagnostik Baseline Erstbefund

Verlaufsdiagnostik – G71.0- Muskeldystrophie

Test Zweck Zeitpunkt
Re-Evaluation Progression Alle 6 Monate

Red Flags – G71.0- Muskeldystrophie

Gewichtsverlust/Kauschwäche Schluckdiagnostik

Dysphagie schleichend.

Prognose – G71.0- Muskeldystrophie

Progressiv bei den meisten Formen. Duchenne: Bulbäre Beteiligung im Spätstadium, Makroglossie. Fazio-skapulo-humerale Dystrophie: Fazialisparese, Artikulation, Lippenschluss. Myotone Dystrophie Typ 1 (Steinert): nasale Stimme, Dysphagie häufig, Gesichtsmuskelschwäche.

Einflussfaktoren – G71.0- Muskeldystrophie

  • Typ
  • Verlauf

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – G71.0- Muskeldystrophie

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP6 – G71.0- Muskeldystrophie

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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Die hier enthaltenen medizinischen Informationen wurden sorgfältig recherchiert und orientieren sich an der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie an AWMF-Leitlinien. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche oder therapeutische Beratung. Die exakte Beurteilung hängt immer vom Einzelfall und dem klinischen Kontext ab. Prüfen Sie im Zweifel nochmals selbst anhand der offiziellen Quellen.

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