Logopädie Praxis Kosmos
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Verordnungsfähig

Offiziell im Heilmittelkatalog. Diagnosegruppe: SP5. Verordnung eindeutig.

KBV Diagnoseliste 2026 S.8-9: I60.9 als BVB, längstens 1 Jahr nach Akutereignis.

I60.9 – Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Auch gesucht unter: Subarachnoidalblutung Logopädie, SAB Aphasie, I60.9 Logopädie, SAB Sprachstörung, SAB Schluckstörung

Kognitive Kommunikationsstörung bei SAB häufig – nicht übersehen. Vasospasmus-Fenster Tag 4-14 beachten.

Logopädische Beschreibung – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

I60.9 beschreibt eine Subarachnoidalblutung (SAB), meist durch Ruptur eines Hirnarterienaneurysmas. Logopädisch können – abhängig von Lokalisation und Ausmaß – Aphasie, Dysarthrie, Sprechapraxie, Dysphagie und kognitive Kommunikationsstörungen auftreten. Bei SAB ist die kognitive Kommunikationsstörung häufiger als bei ischämischen Schlaganfällen, da diffuse Schädigungen durch Vasospasmen auftreten. Typisch: Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme, die die Kommunikation beeinflussen, auch wenn die Sprache formal intakt ist.

Typische Störungsbilder – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Kognitive Kommunikationsstörung SP5 häufig

Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Exekutivfunktionen beeinträchtigen die Kommunikation.

Aphasie SP5 bei Vasospasmus/Infarkt der Sprachregion

Wortfindung, Sprachverständnis, Lesen/Schreiben.

Dysarthrie SP6 möglich

Bei Hirnstamm-/Kleinhirnbeteiligung.

Dysphagie SC häufig in Akutphase

Schluckstörung mit Aspirationsgefahr, v.a. bei Bewusstseinsstörung.

Einfach erklärt:

Bei einer Subarachnoidalblutung platzt ein Blutgefäß im Gehirn. Danach können Sprache, Sprechen und Schlucken beeinträchtigt sein. Auch Konzentration und Gedächtnis leiden oft, was die Kommunikation erschwert. Logopädie hilft bei der Erholung.

Logopädische Relevanz – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Häufigkeit mittel
Patient*innengruppe Erwachsene, häufig 40-60 Jahre.
Bedeutung SAB häufiger bei jüngeren Erwachsenen als ischämischer Schlaganfall. Kognitive Kommunikationsstörung oft im Vordergrund.

Zugeordnete Diagnosegruppen – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Quelle: KBV Diagnoseliste 2026 S.8-9

Leitsymptomatik:

SP5b oder SP5c

Wann verordnen:

Bei sprachlichen/kommunikativen Defiziten.

Begründung:

Aphasie/kognitive Kommunikationsstörung nach SAB.

Quelle: KBV Diagnoseliste 2026 S.8-9: Zerebrovaskuläre Erkrankungen mit SC/SP5/SP6/ST1 als BVB.

Leitsymptomatik:

SCa

Wann verordnen:

Bei Schluckproblemen.

Begründung:

Dysphagie.

Quelle: KBV Diagnoseliste 2026 S.8-9

Leitsymptomatik:

SP6a

Wann verordnen:

Bei undeutlichem Sprechen.

Begründung:

Dysarthrie.

Quelle: KBV Diagnoseliste 2026 S.8-9

Begründung:

KBV Diagnoseliste 2026 S.8-9

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Verordnung & Praxistipps – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Typische Erstverordnung – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Diagnosegruppe SP5
Leitsymptomatik SP5c
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2-3x wöchentlich
Therapiedauer 45-60 Min.

Häufige Verordnungsfehler – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

  • Kognitive Kommunikationsstörung wird nicht erkannt/verordnet
  • Zu niedrige Frequenz in den ersten 6 Monaten

Tipps für Ärzt*innen – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

  • Bei SAB auch an kognitive Kommunikationsstörung denken. SP5 verordnen, auch wenn formale Sprache intakt erscheint. Hochfrequente Therapie in den ersten Monaten.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

  • Auch wenn Ihr Angehöriger 'normal' spricht, kann die Kommunikation im Alltag schwierig sein (Konzentration, Gedächtnis, Gesprächsführung). Logopädie hilft auch dabei.

Extrabudgetärer Status – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

SP5 langfristiger_heilmittelbedarf

Logopädie bei Aphasie nach Schlaganfall kann als langfristiger Heilmittelbedarf extrabudgetär verordnet werden.

Therapieverlauf – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Therapiebeginn: Akutphase auf Stroke Unit/Intensivstation

Setting: Akutklinik → Reha → ambulant

Therapieinhalte – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

  • Akut: Dysphagie-Screening und -Management, Kommunikationsanbahnung
  • Reha: Intensive Aphasie-Therapie (mind. 5x/Woche), Dysarthrie, kognitive Kommunikation
  • Ambulant: Langfristige Sprachrehabilitation, Alltagstransfer
  • Angehörigenberatung in jeder Phase

Diagnostik – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Erstdiagnostik – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Test Zweck Zeitpunkt
Klinisches Dysphagie-Screening (z.B. Daniels) Aspirationsgefahr einschätzen Innerhalb 24h nach Aufnahme
AAT oder AABT bei Aphasie Aphasie-Typ und -Schwere Sobald Patient kooperationsfähig

Verlaufsdiagnostik – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Test Zweck Zeitpunkt
AAT-Verlauf, FEES bei Dysphagie Fortschritt dokumentieren Alle 4-8 Wochen in der Frühphase

Red Flags – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Erneute plötzliche Kopfschmerzen ('Vernichtungskopfschmerz') Sofort Notarzt

Kann auf Rezidivblutung oder Vasospasmus hindeuten.

Verschlechterung von Sprache/Schlucken nach initialer Besserung Sofort in die Klinik

Vasospasmus mit sekundärem Infarkt möglich (typisch Tag 4-14 nach SAB).

Prognose – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Sprachlich oft bessere Erholung als bei ischämischem Infarkt, da die Schädigung diffuser ist. Kognitive Defizite können aber langfristig die Kommunikation einschränken. Erholung über Monate bis Jahre.

Einflussfaktoren – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

  • Ausmaß der Blutung
  • Vasospasmen/sekundäre Infarkte
  • Alter
  • Therapieintensität

Verwandte Codes – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Gleiche Diagnosegruppe – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Ischämischer Schlaganfall – häufigere Ursache für Aphasie

Häufige Fragen – I60.9 Subarachnoidalblutung, nicht näher bezeichnet

Was ist der Unterschied zwischen SAB und Schlaganfall?

SAB ist eine Blutung in den Raum um das Gehirn herum, meist durch ein geplatztes Aneurysma. Ein 'klassischer' Schlaganfall ist meist ein Gefäßverschluss im Gehirn. Beide können Sprachprobleme verursachen.

Was ist eine kognitive Kommunikationsstörung?

Die Sprache selbst ist intakt, aber Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Denkfähigkeit sind beeinträchtigt. Das macht Gespräche im Alltag schwierig – z.B. dem roten Faden folgen oder sich an Gesagtes erinnern.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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