Logopädie Praxis Kosmos
← Zur Suche
Verordnungsfähig

Offiziell im Heilmittelkatalog. Diagnosegruppe: SP5. Verordnung eindeutig.

KBV Diagnoseliste 2026 S.8-9: I61.0 als BVB, längstens 1 Jahr nach Akutereignis.

I61.0 – Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Auch gesucht unter: I61.0 Logopädie, Hirnblutung Logopädie, Hirnblutung Aphasie, Hirnblutung Schluckstörung

Subkortikale Blutung: Häufig Basalganglien/Thalamus betroffen. Typisch: subkortikale Aphasie (Wortfindung ↓, aber Sprachverständnis und Nachsprechen oft erhalten), Dysarthrie. Prognose oft besser als bei kortikaler Schädigung.

Logopädische Beschreibung – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Intrazerebrale Blutung (I61.0): Blutung direkt ins Hirngewebe, häufig durch Hypertonie oder Antikoagulation. Logopädisch vergleichbar mit ischämischem Schlaganfall, aber oft ausgedehntere Schädigung durch Raumforderung und Ödem. Subkortikale Blutung: Häufig Basalganglien/Thalamus betroffen. Typisch: subkortikale Aphasie (Wortfindung ↓, aber Sprachverständnis und Nachsprechen oft erhalten), Dysarthrie. Prognose oft besser als bei kortikaler Schädigung.

Typische Störungsbilder – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Aphasie SP5 häufig bei linkshemisphärischer Blutung

Schweregrad und Typ abhängig von Lokalisation.

Dysarthrie SP6 häufig

Verwaschenes Sprechen durch motorische Schädigung.

Dysphagie SC häufig in Akutphase

Schluckstörung, Aspirationsgefahr.

Einfach erklärt:

Eine Hirnblutung kann Sprache, Sprechen und Schlucken beeinträchtigen – ähnlich wie ein Schlaganfall. Die Erholung ist mit Logopädie möglich, braucht aber oft Zeit.

Logopädische Relevanz – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Häufigkeit hoch
Patient*innengruppe Erwachsene, v.a. ältere mit Hypertonie.
Bedeutung Zweithäufigste Schlaganfallursache (~15%). Logopädie oft intensiv nötig.

Zugeordnete Diagnosegruppen – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Quelle: KBV Diagnoseliste 2026 S.8-9

Leitsymptomatik:

SP5c

Wann verordnen:

Bei Aphasie.

Begründung:

Aphasie nach Hirnblutung.

Quelle: KBV Diagnoseliste 2026 S.8-9: Zerebrovaskuläre Erkrankungen mit SC/SP5/SP6/ST1 als BVB.

Leitsymptomatik:

SCa

Wann verordnen:

Bei Schluckstörung.

Begründung:

Dysphagie.

Quelle: KBV Diagnoseliste 2026 S.8-9

Leitsymptomatik:

SP6a

Wann verordnen:

Bei Dysarthrie.

Begründung:

Dysarthrie.

Quelle: KBV Diagnoseliste 2026 S.8-9

Begründung:

KBV Diagnoseliste 2026 S.8-9

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Verordnung & Praxistipps – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Typische Erstverordnung – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Diagnosegruppe SP5
Leitsymptomatik SP5c
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2-3x wöchentlich
Therapiedauer 45-60 Min.

Häufige Verordnungsfehler – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

  • Zu niedrige Frequenz

Tipps für Ärzt*innen – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

  • Wie bei ischämischem Schlaganfall verordnen. Hochfrequent in den ersten 6 Monaten.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

  • Die Erholung braucht Zeit und intensive Logopädie. Die stärksten Fortschritte passieren in den ersten Monaten.

Extrabudgetärer Status – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

SP5 langfristiger_heilmittelbedarf

Extrabudgetäre Verordnung bei Aphasie nach Schlaganfall möglich.

Therapieverlauf – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Therapiebeginn: Akutphase

Setting: Akutklinik → Reha → ambulant

Therapieinhalte – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

  • Akut: Dysphagie-Screening/-Management
  • Reha: Intensive Aphasie-/Dysarthrie-Therapie
  • Ambulant: Langfristige Rehabilitation
  • Angehörigenberatung

Diagnostik – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Erstdiagnostik – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Test Zweck Zeitpunkt
Dysphagie-Screening, AAT, Frenchay Befunderhebung Akutphase

Verlaufsdiagnostik – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Test Zweck Zeitpunkt
Wiederholung Fortschritt Regelmäßig

Red Flags – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Erneute neurologische Verschlechterung Sofort Notarzt

Nachblutung oder Ödemzunahme möglich.

Prognose – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Hirnblutungen haben initial oft schwerere Defizite als ischämische Infarkte, aber das Erholungspotenzial kann vergleichbar sein. Subkortikale Blutung: Häufig Basalganglien/Thalamus betroffen. Typisch: subkortikale Aphasie (Wortfindung ↓, aber Sprachverständnis und Nachsprechen oft erhalten), Dysarthrie. Prognose oft besser als bei kortikaler Schädigung.

Einflussfaktoren – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

  • Blutungsgröße
  • Lokalisation
  • Alter
  • Therapieintensität

Verwandte Codes – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Gleiche Diagnosegruppe – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Ischämischer Schlaganfall

Häufige Fragen – I61.0 Intrazerebrale Blutung in die Großhirnhemisphäre, subkortikal

Ist eine Hirnblutung schlimmer als ein Hirninfarkt?

Nicht unbedingt. Hirnblutungen sind initial oft schwerer, aber die Erholung kann vergleichbar sein. Entscheidend ist die Lokalisation und Größe.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

← Zur Suche

Die hier enthaltenen medizinischen Informationen wurden sorgfältig recherchiert und orientieren sich an der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie an AWMF-Leitlinien. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche oder therapeutische Beratung. Die exakte Beurteilung hängt immer vom Einzelfall und dem klinischen Kontext ab. Prüfen Sie im Zweifel nochmals selbst anhand der offiziellen Quellen.

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch die Nutzung dieser Informationen entstehen. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA.