Logopädische Beschreibung – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
Ischämischer Hirninfarkt (I63.0). Logopädisch identisch mit I63.9. Karotis-/Vertebralis-Thrombose. Ausgedehnte Infarkte möglich. Für umfassende logopädische Beschreibung siehe I63.9.
Typische Störungsbilder – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
Bei linkshemisphärischem Infarkt.
Bei subkortikaler oder Hirnstamm-Beteiligung.
Schluckstörung, Aspirationsrisiko.
Sprechplanung gestört, Suchverhalten bei Lautbildung.
Ein Schlaganfall durch Gefäßverschluss im Gehirn. Sprache, Sprechen und Schlucken können betroffen sein. Logopädie beginnt schon in der Klinik und begleitet die Erholung.
Logopädische Relevanz – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
| Häufigkeit | sehr hoch |
|---|---|
| Patient*innengruppe | Erwachsene. |
| Bedeutung | Schlaganfall ist die häufigste Ursache für Aphasie und Dysphagie bei Erwachsenen. |
Zugeordnete Diagnosegruppen – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
SP5c
Bei Aphasie.
Aphasie nach Schlaganfall.
SCa
Bei Schluckstörung.
Dysphagie.
SP6a
Bei Sprechstörung.
Dysarthrie/Sprechapraxie.
KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)-9
Heilmittel, Höchstmengen und Vordruck je Diagnosegruppe – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
| Heilmittel | Sprachtherapie |
|---|---|
| Einzeltherapie | 30, 45 oder 60 Min. |
| Gruppentherapie | 45 oder 90 Min. |
| Höchstmenge je Verordnung | 20 |
| Langfristiger / besonderer Bedarf | 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich) |
| Verordner | Arzt |
| Vordruck | Muster 13 |
| Heilmittel | Schlucktherapie |
|---|---|
| Einzeltherapie | 30, 45 oder 60 Min. |
| Höchstmenge je Verordnung | 10 |
| Langfristiger / besonderer Bedarf | 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich) |
| Verordner | Arzt |
| Vordruck | Muster 13 |
| Heilmittel | Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie |
|---|---|
| Einzeltherapie | 30, 45 oder 60 Min. |
| Gruppentherapie | 45 oder 90 Min. |
| Höchstmenge je Verordnung | 20 |
| Langfristiger / besonderer Bedarf | 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich) |
| Verordner | Arzt |
| Vordruck | Muster 13 |
| Heilmittel | Stimmtherapie |
|---|---|
| Einzeltherapie | 30, 45 oder 60 Min. |
| Gruppentherapie | 45 oder 90 Min. |
| Höchstmenge je Verordnung | 10 |
| Langfristiger / besonderer Bedarf | 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich) |
| Verordner | Arzt |
| Vordruck | Muster 13 |
Verordnung & Praxistipps – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
Typische Erstverordnung – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
| Diagnosegruppe | SP5 |
|---|---|
| Leitsymptomatik | SP5c |
| Behandlungseinheiten | 10 |
| Frequenz | 2-3x wöchentlich |
| Therapiedauer | 45-60 Min. |
| Hausbesuch | Ggf. |
| Dringlicher Behandlungsbedarf | Ja |
| Therapiebericht | Ja |
Häufige Verordnungsfehler – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
- Siehe I63.9
Tipps für Ärzt*innen – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
- Siehe I63.9.
Tipps für Patient*innen & Angehörige – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
- Siehe I63.9.
Extrabudgetärer Status – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
Diese Diagnose ist als besonderer Verordnungsbedarf anerkannt (längstens 1 Jahr nach Akutereignis). In diesem Rahmen belastet die Verordnung das Budget der ärztlichen Praxis nicht.
Bedingung: längstens 1 Jahr nach Akutereignis
Bedingung: längstens 1 Jahr nach Akutereignis
Bedingung: längstens 1 Jahr nach Akutereignis
Bedingung: längstens 1 Jahr nach Akutereignis
Langfristiger Heilmittelbedarf.
Therapieverlauf – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
Therapiebeginn: Akutphase (Stroke Unit)
Setting: Akutklinik → Reha → ambulant
Frequenz: Akut/Reha: täglich. Ambulant: 2-3x/Woche.
Besonderheiten: Karotis-/Vertebralis-Thrombose. Ausgedehnte Infarkte möglich.
Therapieinhalte – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
- Siehe I63.9
Diagnostik – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
Erstdiagnostik – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Siehe I63.9 | Befunderhebung | Akutphase |
Verlaufsdiagnostik – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Siehe I63.9 | Fortschritt | Regelmäßig |
Red Flags – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
Re-Infarkt oder Blutungskomplikation.
Prognose – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
Siehe I63.9. Beste Erholung in den ersten 3-6 Monaten, aber Fortschritte auch danach möglich.
Einflussfaktoren – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
- Infarktgröße und -lokalisation
- Alter
- Therapieintensität
- Begleiterkrankungen
Verwandte Codes – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
Gleiche Diagnosegruppe – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
Weitere Codes der Diagnosegruppe SP5 – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
Häufige Fragen – I63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
Wie lange brauche ich nach Schlaganfall Logopädie?
Das ist individuell. Viele Patienten brauchen Monate bis Jahre. Die intensivste Phase sollte in den ersten 6 Monaten sein. Danach sind Fortschritte langsamer, aber weiterhin möglich.