Logopädische Beschreibung – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
Ischämischer Hirninfarkt (I63.5). Logopädisch identisch mit I63.9. Für umfassende logopädische Beschreibung siehe I63.9.
Typische Störungsbilder – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
Bei linkshemisphärischem Infarkt.
Bei subkortikaler oder Hirnstamm-Beteiligung.
Schluckstörung, Aspirationsrisiko.
Sprechplanung gestört, Suchverhalten bei Lautbildung.
Ein Schlaganfall durch Gefäßverschluss im Gehirn. Sprache, Sprechen und Schlucken können betroffen sein. Logopädie beginnt schon in der Klinik und begleitet die Erholung.
Logopädische Relevanz – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
| Häufigkeit | sehr hoch |
|---|---|
| Patient*innengruppe | Erwachsene. |
| Bedeutung | Schlaganfall ist die häufigste Ursache für Aphasie und Dysphagie bei Erwachsenen. |
Zugeordnete Diagnosegruppen – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
SP5c
Bei Aphasie.
Aphasie nach Schlaganfall.
SCa
Bei Schluckstörung.
Dysphagie.
SP6a
Bei Sprechstörung.
Dysarthrie/Sprechapraxie.
KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)-9
Heilmittel, Höchstmengen und Vordruck je Diagnosegruppe – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
| Heilmittel | Sprachtherapie |
|---|---|
| Einzeltherapie | 30, 45 oder 60 Min. |
| Gruppentherapie | 45 oder 90 Min. |
| Höchstmenge je Verordnung | 20 |
| Langfristiger / besonderer Bedarf | 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich) |
| Verordner | Arzt |
| Vordruck | Muster 13 |
| Heilmittel | Schlucktherapie |
|---|---|
| Einzeltherapie | 30, 45 oder 60 Min. |
| Höchstmenge je Verordnung | 10 |
| Langfristiger / besonderer Bedarf | 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich) |
| Verordner | Arzt |
| Vordruck | Muster 13 |
| Heilmittel | Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie |
|---|---|
| Einzeltherapie | 30, 45 oder 60 Min. |
| Gruppentherapie | 45 oder 90 Min. |
| Höchstmenge je Verordnung | 20 |
| Langfristiger / besonderer Bedarf | 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich) |
| Verordner | Arzt |
| Vordruck | Muster 13 |
| Heilmittel | Stimmtherapie |
|---|---|
| Einzeltherapie | 30, 45 oder 60 Min. |
| Gruppentherapie | 45 oder 90 Min. |
| Höchstmenge je Verordnung | 10 |
| Langfristiger / besonderer Bedarf | 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich) |
| Verordner | Arzt |
| Vordruck | Muster 13 |
Verordnung & Praxistipps – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
Typische Erstverordnung – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
| Diagnosegruppe | SP5 |
|---|---|
| Leitsymptomatik | SP5c |
| Behandlungseinheiten | 10 |
| Frequenz | 2-3x wöchentlich |
| Therapiedauer | 45-60 Min. |
| Hausbesuch | Ggf. |
| Dringlicher Behandlungsbedarf | Ja |
| Therapiebericht | Ja |
Häufige Verordnungsfehler – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
- Siehe I63.9
Tipps für Ärzt*innen – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
- Siehe I63.9.
Tipps für Patient*innen & Angehörige – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
- Siehe I63.9.
Extrabudgetärer Status – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
Diese Diagnose ist als besonderer Verordnungsbedarf anerkannt (längstens 1 Jahr nach Akutereignis). In diesem Rahmen belastet die Verordnung das Budget der ärztlichen Praxis nicht.
Bedingung: längstens 1 Jahr nach Akutereignis
Bedingung: längstens 1 Jahr nach Akutereignis
Bedingung: längstens 1 Jahr nach Akutereignis
Bedingung: längstens 1 Jahr nach Akutereignis
Langfristiger Heilmittelbedarf.
Therapieverlauf – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
Therapiebeginn: Akutphase (Stroke Unit)
Setting: Akutklinik → Reha → ambulant
Frequenz: Akut/Reha: täglich. Ambulant: 2-3x/Woche.
Besonderheiten: Siehe I63.9.
Therapieinhalte – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
- Siehe I63.9
Diagnostik – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
Erstdiagnostik – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Siehe I63.9 | Befunderhebung | Akutphase |
Verlaufsdiagnostik – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Siehe I63.9 | Fortschritt | Regelmäßig |
Red Flags – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
Re-Infarkt oder Blutungskomplikation.
Prognose – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
Siehe I63.9. Beste Erholung in den ersten 3-6 Monaten, aber Fortschritte auch danach möglich.
Einflussfaktoren – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
- Infarktgröße und -lokalisation
- Alter
- Therapieintensität
- Begleiterkrankungen
Verwandte Codes – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
Gleiche Diagnosegruppe – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
Weitere Codes der Diagnosegruppe SP5 – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
Häufige Fragen – I63.5 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
Wie lange brauche ich nach Schlaganfall Logopädie?
Das ist individuell. Viele Patienten brauchen Monate bis Jahre. Die intensivste Phase sollte in den ersten 6 Monaten sein. Danach sind Fortschritte langsamer, aber weiterhin möglich.