Logopädische Beschreibung – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
HIE entsteht durch Sauerstoffmangel unter der Geburt. Logopädisch: Schwere Dysphagie (Trinkschwäche, Saugreflex schwach/fehlend), Sprachentwicklungsstörung/-verzögerung, bei schwerer HIE: fehlende Lautsprachentwicklung → UK. Spektrum von leichter Verzögerung bis schwere Mehrfachbehinderung.
Typische Störungsbilder – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
Saugreflex schwach, Aspirationsgefahr.
Von leichter Verzögerung bis fehlende Lautsprache.
Wenn ein Baby bei der Geburt zu wenig Sauerstoff bekommt, kann das Gehirn geschädigt werden. Trinken, Schlucken und die spätere Sprachentwicklung können betroffen sein. Logopädie begleitet Ihr Kind von Anfang an.
Logopädische Relevanz – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
| Häufigkeit | mittel |
|---|---|
| Patient*innengruppe | Neugeborene/Säuglinge. |
| Bedeutung | Ca. 1-6:1000 Geburten. |
Zugeordnete Diagnosegruppen – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
SCa
Bei Trinkschwäche.
Trinkschwäche/Dysphagie.
SP1b
Bei Sprachverzögerung.
Sprachentwicklung.
Dysarthrie bei motorischer Beeinträchtigung.
Heilmittel, Höchstmengen und Vordruck je Diagnosegruppe – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
| Heilmittel | Schlucktherapie |
|---|---|
| Einzeltherapie | 30, 45 oder 60 Min. |
| Höchstmenge je Verordnung | 10 |
| Langfristiger / besonderer Bedarf | 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich) |
| Verordner | Arzt |
| Vordruck | Muster 13 |
| Heilmittel | Sprech- und Sprachtherapie |
|---|---|
| Einzeltherapie | 30, 45 oder 60 Min. |
| Gruppentherapie | 45 oder 90 Min. |
| Höchstmenge je Verordnung | 10 |
| Langfristiger / besonderer Bedarf | 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich) |
| Verordner | Arzt |
| Vordruck | Muster 13 |
| Heilmittel | Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie |
|---|---|
| Einzeltherapie | 30, 45 oder 60 Min. |
| Gruppentherapie | 45 oder 90 Min. |
| Höchstmenge je Verordnung | 20 |
| Langfristiger / besonderer Bedarf | 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich) |
| Verordner | Arzt |
| Vordruck | Muster 13 |
Verordnung & Praxistipps – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
Typische Erstverordnung – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
| Diagnosegruppe | SC |
|---|---|
| Leitsymptomatik | SCa |
| Behandlungseinheiten | 10 |
| Frequenz | 1-2x wöchentlich |
| Therapiedauer | 30-45 Min. |
| Hausbesuch | Ggf. |
| Dringlicher Behandlungsbedarf | Ja |
| Therapiebericht | Ja |
Tipps für Ärzt*innen – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
- Frühzeitig SC verordnen. Langfristiger Heilmittelbedarf. Sprachentwicklung beobachten.
Tipps für Patient*innen & Angehörige – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
- Ihr Baby braucht möglicherweise Unterstützung beim Trinken. Logopädie hilft dabei. Die weitere Entwicklung wird engmaschig beobachtet.
Extrabudgetärer Status – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
Diese Diagnose steht nicht auf der KBV-Diagnoseliste für langfristigen Heilmittelbedarf oder besonderen Verordnungsbedarf. Logopädie ist regulär verordnungsfähig, sofern die Voraussetzungen des Heilmittelkatalogs erfüllt sind.
Langfristig.
Therapieverlauf – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
Therapiebeginn: Neonatologie
Setting: Neonatologie → ambulant
Frequenz: Neonatologie: täglich. Ambulant: 1-2x/Woche.
Besonderheiten: Hypothermie-Therapie in den ersten 72h. Logopädie danach beginnen. Prognose erst nach Wochen/Monaten beurteilbar.
Therapieinhalte – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
- Füttertherapie (non-nutritives Saugen, Sondenentwöhnung)
- Sprachentwicklungsbegleitung
- UK bei Bedarf
- Elternberatung
Diagnostik – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
Erstdiagnostik – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Klinische Schluckdiagnostik | Trinksicherheit | Neonatologie |
Verlaufsdiagnostik – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
| Test | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Sprachentwicklungsdiagnostik | Entwicklung beobachten | Alle 6 Monate |
Red Flags – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
Aspirationsgefahr bei Neugeborenen ernst nehmen.
Prognose – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
Stark variabel. Leichte HIE: oft gute Erholung. Schwere HIE: kann zu CP, Sprachentwicklungsstörung oder schwerer Behinderung führen.
Einflussfaktoren – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
- Schweregrad (Sarnat-Stadium)
- Hypothermie-Therapie
- MRT-Befund
Unsere Spezialisierung – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]
Fütter- und Schluckstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter sind ein Schwerpunkt unserer Praxis. Unsere hochspezialisierten Expert*innen für Baby-Fütterstörungen und orale Restriktionen begleiten Familien mit zahlreichen Fortbildungen und langjähriger Erfahrung, eng vernetzt mit Ärzt*innen angrenzender Fachbereiche.