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Verordnungsfähig

Offiziell im Heilmittelkatalog. Diagnosegruppe: SC. Verordnung eindeutig.

P91.6 nicht auf LHB/BVB-Liste. Regulär verordnungsfähig über HMK.

P91.6 – Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

ICD-11-Äquivalent: KB04 – Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie des Neugeborenen exakt

Auch gesucht unter: HIE Logopädie, P91.6 Logopädie, Sauerstoffmangel Geburt Logopädie, Trinkschwäche Neugeborenes

Prognose erst nach Wochen beurteilbar. Langfristige Begleitung.

Logopädische Beschreibung – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

HIE entsteht durch Sauerstoffmangel unter der Geburt. Logopädisch: Schwere Dysphagie (Trinkschwäche, Saugreflex schwach/fehlend), Sprachentwicklungsstörung/-verzögerung, bei schwerer HIE: fehlende Lautsprachentwicklung → UK. Spektrum von leichter Verzögerung bis schwere Mehrfachbehinderung.

Typische Störungsbilder – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Trinkschwäche/Dysphagie SC häufig bei mittlerer/schwerer HIE

Saugreflex schwach, Aspirationsgefahr.

Sprachentwicklungsstörung SP1 häufig im Verlauf

Von leichter Verzögerung bis fehlende Lautsprache.

Einfach erklärt:

Wenn ein Baby bei der Geburt zu wenig Sauerstoff bekommt, kann das Gehirn geschädigt werden. Trinken, Schlucken und die spätere Sprachentwicklung können betroffen sein. Logopädie begleitet Ihr Kind von Anfang an.

Logopädische Relevanz – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Häufigkeit mittel
Patient*innengruppe Neugeborene/Säuglinge.
Bedeutung Ca. 1-6:1000 Geburten.

Zugeordnete Diagnosegruppen – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Quelle: Schluckstörungen bei HIE häufig.

Leitsymptomatik:

SCa

Wann verordnen:

Bei Trinkschwäche.

Begründung:

Trinkschwäche/Dysphagie.

Quelle: Sprachentwicklungsverzögerung im Verlauf.

Leitsymptomatik:

SP1b

Wann verordnen:

Bei Sprachverzögerung.

Begründung:

Sprachentwicklung.

SP6 – Störungen der Sprechmotorik Abgeleitet & verifiziert

Quelle: Dysarthrie bei motorischer Beeinträchtigung.

Begründung:

Dysarthrie bei motorischer Beeinträchtigung.

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Heilmittel, Höchstmengen und Vordruck je Diagnosegruppe – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

SC Primär Abgeleitet & verifiziert
Heilmittel Schlucktherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Höchstmenge je Verordnung 10
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13
SP1 Abgeleitet & verifiziert
Heilmittel Sprech- und Sprachtherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Gruppentherapie 45 oder 90 Min.
Höchstmenge je Verordnung 10
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13
SP6 Abgeleitet & verifiziert
Heilmittel Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Gruppentherapie 45 oder 90 Min.
Höchstmenge je Verordnung 20
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13

Verordnung & Praxistipps – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Typische Erstverordnung – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Diagnosegruppe SC
Leitsymptomatik SCa
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1-2x wöchentlich
Therapiedauer 30-45 Min.
Hausbesuch Ggf.
Dringlicher Behandlungsbedarf Ja
Therapiebericht Ja

Tipps für Ärzt*innen – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

  • Frühzeitig SC verordnen. Langfristiger Heilmittelbedarf. Sprachentwicklung beobachten.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

  • Ihr Baby braucht möglicherweise Unterstützung beim Trinken. Logopädie hilft dabei. Die weitere Entwicklung wird engmaschig beobachtet.

Extrabudgetärer Status – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Diese Diagnose steht nicht auf der KBV-Diagnoseliste für langfristigen Heilmittelbedarf oder besonderen Verordnungsbedarf. Logopädie ist regulär verordnungsfähig, sofern die Voraussetzungen des Heilmittelkatalogs erfüllt sind.

SC Reguläres Budget
SP1 Reguläres Budget
SP6 Reguläres Budget
Nach Ablauf:

Langfristig.

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)

Therapieverlauf – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Therapiebeginn: Neonatologie

Setting: Neonatologie → ambulant

Frequenz: Neonatologie: täglich. Ambulant: 1-2x/Woche.

Besonderheiten: Hypothermie-Therapie in den ersten 72h. Logopädie danach beginnen. Prognose erst nach Wochen/Monaten beurteilbar.

Therapieinhalte – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

  • Füttertherapie (non-nutritives Saugen, Sondenentwöhnung)
  • Sprachentwicklungsbegleitung
  • UK bei Bedarf
  • Elternberatung

Diagnostik – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Erstdiagnostik – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Test Zweck Zeitpunkt
Klinische Schluckdiagnostik Trinksicherheit Neonatologie

Verlaufsdiagnostik – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Test Zweck Zeitpunkt
Sprachentwicklungsdiagnostik Entwicklung beobachten Alle 6 Monate

Red Flags – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Aspiration beim Trinken FEES/Videofluoroskopie

Aspirationsgefahr bei Neugeborenen ernst nehmen.

Prognose – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Stark variabel. Leichte HIE: oft gute Erholung. Schwere HIE: kann zu CP, Sprachentwicklungsstörung oder schwerer Behinderung führen.

Einflussfaktoren – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

  • Schweregrad (Sarnat-Stadium)
  • Hypothermie-Therapie
  • MRT-Befund

Prognose im Einzelfall.

Unsere Spezialisierung – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Spezialisierung: Fütterstörungen bei Babys & Kleinkindern

Fütter- und Schluckstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter sind ein Schwerpunkt unserer Praxis. Unsere hochspezialisierten Expert*innen für Baby-Fütterstörungen und orale Restriktionen begleiten Familien mit zahlreichen Fortbildungen und langjähriger Erfahrung, eng vernetzt mit Ärzt*innen angrenzender Fachbereiche.

Fütterstörung beim Baby, spezialisierte Logopädie in Berlin

Verwandte Codes – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Gleiche Diagnosegruppe – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Ältere Kinder/Erwachsene

Weitere Codes der Diagnosegruppe SC – P91.6 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie beim Neugeborenen [HIE]

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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