← Zur Suche
Verordnungsfähig

Offiziell im Heilmittelkatalog. Diagnosegruppe: SC. Verordnung eindeutig.

KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V): Q91.2 als LHB mit SP1.

Q91.2 – Trisomie 18, Translokation

ICD-11-Äquivalent: LD40.2 – Vollständige Trisomie 18 exakt

Auch gesucht unter: Q91.2 Logopädie

Palliativ orientierte Logopädie. Lebensqualität als Therapieziel. Enge Absprache mit Palliativteam.

Logopädische Beschreibung – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Q91.2 beschreibt die Translokationsform der Trisomie 18. Logopädisch wie Q91.3.

Typische Störungsbilder – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Schwere Dysphagie SC nahezu 100%

Massive Schluckstörung, häufig Sondenernährung nötig. Aspirationsgefahr.

Fehlende Sprachentwicklung SP1 nahezu 100%

Keine oder nur minimale Lautproduktion. Basale Kommunikation.

Einfach erklärt:

Seltene Form des Edwards-Syndroms. Logopädie wie bei Q91.3.

Logopädische Relevanz – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Säuglinge und Kleinkinder, die das erste Lebensjahr überleben.
Bedeutung Hohe Mortalität, wenige Langzeitüberlebende in logopädischer Therapie.

Zugeordnete Diagnosegruppen – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Quelle: Schluckstörungen bei Trisomie 13/18 häufig.

Leitsymptomatik:

SC1

Wann verordnen:

Bei Schluck-/Fütterproblematik.

Begründung:

Schluckstörung als primäre logopädische Indikation.

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V): Q91.x mit SP1 als LHB.

Leitsymptomatik:

SP1b

Wann verordnen:

Wenn Kommunikationsanbahnung als Therapieziel sinnvoll erscheint.

Begründung:

Basale Kommunikationsförderung.

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Heilmittel, Höchstmengen und Vordruck je Diagnosegruppe – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

SC Primär Praxisempfehlung
Heilmittel Schlucktherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Höchstmenge je Verordnung 10
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13
SP1 Offiziell (HMK)
Heilmittel Sprech- und Sprachtherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Gruppentherapie 45 oder 90 Min.
Höchstmenge je Verordnung 10
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13

Verordnung & Praxistipps – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Typische Erstverordnung – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Diagnosegruppe SC
Leitsymptomatik SC1
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1x wöchentlich
Therapiedauer 30-45 Min.
Hausbesuch Fast immer sinnvoll
Dringlicher Behandlungsbedarf Ja
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

  • Logopädie nicht als Option gesehen bei palliativer Begleitung

Tipps für Ärzt*innen – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

  • Logopädie kann auch palliativ sinnvoll sein: Mundpflege, Genussfüttern, basale Kommunikation. Hausbesuch verordnen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

  • Logopädie kann Ihrem Kind helfen, auch wenn die Prognose schwer ist. Es geht um Wohlbefinden: angenehme Mundpflege, kleine Geschmackserlebnisse, Kontakt und Kommunikation.

Extrabudgetärer Status – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Diese Diagnose ist als langfristiger Heilmittelbedarf anerkannt (Anlage 2 der Heilmittel-Richtlinie). Logopädie kann dauerhaft verordnet werden, ohne das Budget der ärztlichen Praxis zu belasten.

SP1 LHB
SC Reguläres Budget

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)

Therapieverlauf – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Therapiebeginn: Nach Stabilisierung, wenn Eltern und Ärzte es wünschen

Setting: Stationär, Frühförderstelle, Hausbesuch

Frequenz: Individuell, oft 1x/Woche

Besonderheiten: Palliativ orientiert. Lebensqualität steht im Vordergrund, nicht Leistungsziele. Enge Abstimmung mit Palliativteam und Neonatologie.

Therapieinhalte – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

  • Orofaziale Stimulation und Mundpflege
  • Schluckanbahnung und Speichelmanagement
  • Genussfüttern (kleine Mengen oral, wenn sicher möglich)
  • Basale Kommunikationsförderung (Blickkontakt, Reaktion auf Stimme)
  • Elternberatung und Begleitung

Diagnostik – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Erstdiagnostik – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Test Zweck Zeitpunkt
Klinische Schluckuntersuchung Aspirationsgefahr einschätzen Vor oraler Nahrungsgabe

Verlaufsdiagnostik – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Test Zweck Zeitpunkt
Regelmäßige Schluckbeurteilung Veränderungen erkennen Individuell

Red Flags – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Aspirationspneumonie Sofort

Orale Nahrungsgabe stoppen, ärztliche Abklärung.

Prognose – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Die Prognose des Edwards-Syndroms ist sehr ernst. Logopädisch geht es nicht um Normalisierung, sondern um Lebensqualität. Kleine Fortschritte in der oralen Stimulation oder basalen Kommunikation sind als Erfolg zu werten.

Einflussfaktoren – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

  • Schweregrad der Gesamtbeeinträchtigung
  • Medizinische Stabilität
  • Familiäre Wünsche und Ressourcen

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Gleiche Diagnosegruppe – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Ähnlich schwer betroffene Trisomie

Weitere Codes der Diagnosegruppe SC – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Häufige Fragen – Q91.2 Trisomie 18, Translokation

Unterschied zur Vollform?

Für die Logopädie kein Unterschied.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

← Zur Suche

Die hier enthaltenen medizinischen Informationen wurden sorgfältig recherchiert und orientieren sich an der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie an AWMF-Leitlinien. Sie ersetzen keine individuelle ärztliche oder therapeutische Beratung. Die exakte Beurteilung hängt immer vom Einzelfall und dem klinischen Kontext ab. Prüfen Sie im Zweifel nochmals selbst anhand der offiziellen Quellen.

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung für Schäden übernommen, die durch die Nutzung dieser Informationen entstehen. Verbindliche Grundlage ist stets die aktuelle Heilmittel-Richtlinie des G-BA.