Logopädie Praxis Kosmos
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Verordnungsfähig

Offiziell im Heilmittelkatalog. Diagnosegruppe: SC. Verordnung eindeutig.

KBV Diagnoseliste 2026 S.17: Q91.3 als LHB mit SP1.

Q91.3 – Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Auch gesucht unter: Edwards-Syndrom Logopädie, Trisomie 18 Logopädie, Edwards-Syndrom Schlucken, Trisomie 18 Sprachtherapie

Palliativ orientierte Logopädie. Lebensqualität als Therapieziel. Enge Absprache mit Palliativteam.

Logopädische Beschreibung – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Das Edwards-Syndrom (Trisomie 18) ist eine schwere chromosomale Anomalie mit sehr hoher Mortalität (>90% im ersten Lebensjahr). Überlebende Kinder zeigen schwere kognitive und motorische Beeinträchtigungen. Logopädisch stehen im Vordergrund: schwere Schluckstörung mit Aspirationsgefahr (häufig Sondenernährung nötig), fehlende oder stark eingeschränkte Lautsprache, basale Kommunikationsförderung (Reaktion auf Ansprache, Blickkontakt, basale Signale). Orofaziale Stimulation kann den Speichelfluss und basales Schlucken unterstützen. Die logopädische Arbeit ist palliativ orientiert und fokussiert auf Lebensqualität: Genussfüttern, Komfortpflege im Mundbereich, Anbahnung einfachster kommunikativer Signale.

Typische Störungsbilder – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Schwere Dysphagie SC nahezu 100%

Massive Schluckstörung, häufig Sondenernährung nötig. Aspirationsgefahr.

Fehlende Sprachentwicklung SP1 nahezu 100%

Keine oder nur minimale Lautproduktion. Basale Kommunikation.

Einfach erklärt:

Das Edwards-Syndrom ist eine sehr schwere Erkrankung. Viele Kinder überleben das erste Lebensjahr nicht. Bei den Kindern, die länger leben, hilft Logopädie vor allem beim Schlucken und bei der grundlegenden Kommunikation: Blickkontakt, Reaktion auf Stimme, basale Signale. Es geht darum, Ihrem Kind so viel Lebensqualität wie möglich zu geben.

Logopädische Relevanz – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Häufigkeit selten
Patient*innengruppe Säuglinge und Kleinkinder, die das erste Lebensjahr überleben.
Bedeutung Hohe Mortalität, wenige Langzeitüberlebende in logopädischer Therapie.

Zugeordnete Diagnosegruppen – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Quelle: Schluckstörungen bei Trisomie 13/18 häufig.

Leitsymptomatik:

SC1

Wann verordnen:

Bei Schluck-/Fütterproblematik.

Begründung:

Schluckstörung als primäre logopädische Indikation.

Quelle: KBV Diagnoseliste 2026 S.17: Q91.x mit SP1 als LHB.

Leitsymptomatik:

SP1b

Wann verordnen:

Wenn Kommunikationsanbahnung als Therapieziel sinnvoll erscheint.

Begründung:

Basale Kommunikationsförderung.

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Verordnung & Praxistipps – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Typische Erstverordnung – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Diagnosegruppe SC
Leitsymptomatik SC1
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 1x wöchentlich
Therapiedauer 30-45 Min.

Häufige Verordnungsfehler – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

  • Logopädie nicht als Option gesehen bei palliativer Begleitung

Tipps für Ärzt*innen – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

  • Logopädie kann auch palliativ sinnvoll sein: Mundpflege, Genussfüttern, basale Kommunikation. Hausbesuch verordnen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

  • Logopädie kann Ihrem Kind helfen, auch wenn die Prognose schwer ist. Es geht um Wohlbefinden: angenehme Mundpflege, kleine Geschmackserlebnisse, Kontakt und Kommunikation.

Extrabudgetärer Status – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

SC

Reguläres Budget.

Therapieverlauf – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Therapiebeginn: Nach Stabilisierung, wenn Eltern und Ärzte es wünschen

Setting: Stationär, Frühförderstelle, Hausbesuch

Therapieinhalte – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

  • Orofaziale Stimulation und Mundpflege
  • Schluckanbahnung und Speichelmanagement
  • Genussfüttern (kleine Mengen oral, wenn sicher möglich)
  • Basale Kommunikationsförderung (Blickkontakt, Reaktion auf Stimme)
  • Elternberatung und Begleitung

Diagnostik – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Erstdiagnostik – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Test Zweck Zeitpunkt
Klinische Schluckuntersuchung Aspirationsgefahr einschätzen Vor oraler Nahrungsgabe

Verlaufsdiagnostik – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Test Zweck Zeitpunkt
Regelmäßige Schluckbeurteilung Veränderungen erkennen Individuell

Red Flags – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Aspirationspneumonie Sofort

Orale Nahrungsgabe stoppen, ärztliche Abklärung.

Prognose – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Die Prognose des Edwards-Syndroms ist sehr ernst. Logopädisch geht es nicht um Normalisierung, sondern um Lebensqualität. Kleine Fortschritte in der oralen Stimulation oder basalen Kommunikation sind als Erfolg zu werten.

Einflussfaktoren – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

  • Schweregrad der Gesamtbeeinträchtigung
  • Medizinische Stabilität
  • Familiäre Wünsche und Ressourcen

Verwandte Codes – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Gleiche Diagnosegruppe – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Ähnlich schwer betroffene Trisomie

Häufige Fragen – Q91.3 Edwards-Syndrom, nicht näher bezeichnet

Hat Logopädie bei Edwards-Syndrom einen Sinn?

Ja, auch wenn die Prognose schwer ist. Logopädie kann Ihrem Kind Wohlbefinden geben: angenehme Mundstimulation, kleine Geschmackserlebnisse, und Ihnen als Eltern zeigen, wie Sie am besten mit Ihrem Kind kommunizieren können.

Wird mein Kind sprechen lernen?

Lautsprache ist beim Edwards-Syndrom in der Regel nicht erreichbar. Die Logopädie konzentriert sich auf basale Kommunikation: Blickkontakt, Reaktion auf Stimme und Berührung, Wohlbefinden.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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