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Verordnungsfähig

Offiziell im Heilmittelkatalog. Diagnosegruppe: SP1. Verordnung eindeutig.

HMK 2.3: Z45.3 regulär verordnungsfähig.

Z45.3 – Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

ICD-11-Äquivalent: QB30.0Z – Anpassung oder Handhabung eines implantierten Hörgeräts, nicht näher bezeichnet annäherung

ICD-11 bildet diese Diagnose nur über eine breitere oder unspezifische Kategorie ab; nächstliegende Entsprechung.

Auch gesucht unter: CI Logopädie, Cochlea Implantat Sprachtherapie, CI Nachsorge Logopädie, Z45.3 Logopädie, Hörtraining CI, CI Rehabilitation Logopädie, Cochlea-Implantat, CI-Anpassung, Cochlea-Implantat Nachsorge

Spezialisierte CI-Logopädie erforderlich. Langfristiger Heilmittelbedarf.

Logopädische Beschreibung – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Z45.3 wird verwendet für die logopädische Nachsorge nach Cochlea-Implantat-Versorgung. Der Code umfasst Hör-Sprach-Therapie, CI-spezifisches auditives Training und die Begleitung der Hör-Sprach-Entwicklung. In der logopädischen Praxis sind CI-Nachsorge-Patienten eine spezialisierte Klientel, die spezifisches Wissen über CI-Technologie, auditive Entwicklungsstufen und Hör-Sprach-Aufbau erfordert.

Typische Störungsbilder – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Hörlernen nach CI SP4 100%

Auditives Training und Hör-Sprach-Aufbau nach CI-Aktivierung.

Sprachentwicklung/Sprachrehabilitation SP1 100%

Bei Kindern: Sprachentwicklungsförderung. Bei Erwachsenen: Sprachrehabilitation.

Einfach erklärt:

Dieser Code wird verwendet, wenn Ihr Kind (oder Sie selbst) ein Cochlea-Implantat haben und logopädische Nachsorge bekommen. Die Logopädie hilft, mit dem CI Hören und Verstehen zu lernen und die Sprache aufzubauen oder zu verbessern.

Logopädische Relevanz – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Häufigkeit mittel
Patient*innengruppe Kinder und Erwachsene nach CI-Operation.
Bedeutung Zunehmend, da CI-Versorgung häufiger wird. Spezialisierte Logopädie erforderlich.

Zugeordnete Diagnosegruppen – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Quelle: Bei Kindern mit CI: Sprachentwicklung -> SP1.

Leitsymptomatik:

SP1b

Wann verordnen:

Bei allen CI-versorgten Patienten.

Begründung:

Sprachentwicklung/-rehabilitation nach CI.

Quelle: HMK 2.3: SP4 Störungen bei Schwerhörigkeit/Taubheit. CI-Versorgung ist Kernindikation.

Leitsymptomatik:

SP4

Wann verordnen:

Für spezifisches CI-Hörtraining.

Begründung:

Hörtraining nach CI.

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Heilmittel, Höchstmengen und Vordruck je Diagnosegruppe – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

SP1 Primär Abgeleitet & verifiziert
Heilmittel Sprech- und Sprachtherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Gruppentherapie 45 oder 90 Min.
Höchstmenge je Verordnung 10
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13
SP4 Offiziell (HMK)
Heilmittel Sprech- und Sprachtherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Gruppentherapie 45 oder 90 Min.
Höchstmenge je Verordnung 20
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13

Verordnung & Praxistipps – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Typische Erstverordnung – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Diagnosegruppe SP1
Leitsymptomatik SP1b
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Ggf. bei Säuglingen
Dringlicher Behandlungsbedarf Ja
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

  • Verweis an nicht-spezialisierte Praxis
  • Zu niedrige Frequenz in der Frühphase

Tipps für Ärzt*innen – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

  • CI-Nachsorge erfordert spezialisierte Logopädie. Verordnung mit SP1b, dringlich. Langfristigen Heilmittelbedarf beantragen.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

  • Suchen Sie eine Logopädie-Praxis mit CI-Erfahrung. Ihr CI-Zentrum kann Therapeuten empfehlen.

Extrabudgetärer Status – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Diese Diagnose steht nicht auf der KBV-Diagnoseliste für langfristigen Heilmittelbedarf oder besonderen Verordnungsbedarf. Logopädie ist regulär verordnungsfähig, sofern die Voraussetzungen des Heilmittelkatalogs erfüllt sind.

SP4 Reguläres Budget
SP1 Reguläres Budget
Nach Ablauf:

Langfristiger Heilmittelbedarf bei CI regelhaft.

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)

Therapieverlauf – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Therapiebeginn: Ab CI-Aktivierung

Setting: CI-Zentrum + ambulant

Frequenz: 2-3x/Woche initial, dann abnehmend

Besonderheiten: Erfordert CI-spezifisches Fachwissen. Nicht jede Logopädie-Praxis bietet CI-Nachsorge an. CI-Zentren vermitteln spezialisierte Therapeuten.

Therapieinhalte – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

  • CI-spezifisches auditives Training (Ling-Laute, Geräusche, Sprache)
  • Sprachentwicklungsförderung bei Kindern
  • Sprachrehabilitation bei Erwachsenen
  • Training des Telefonierens und Musikhörens mit CI
  • Elternanleitung / Angehörigenberatung

Diagnostik – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Erstdiagnostik – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Test Zweck Zeitpunkt
CI-spezifische Hör- und Sprachdiagnostik Ausgangslage nach CI-Aktivierung Nach Aktivierung

Verlaufsdiagnostik – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Test Zweck Zeitpunkt
EARS, LiP, CAP, SIR-Skalen Standardisierte CI-Nachsorge-Evaluation Regelmäßig

Red Flags – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Keine Hörfortschritte trotz regelmäßigem CI-Tragen CI-Zentrum

CI-Einstellung und Therapieansatz prüfen.

Prognose – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Siehe H91.3. Abhängig von Versorgungszeitpunkt und Therapieintensität.

Einflussfaktoren – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

  • Alter bei CI-Versorgung
  • Dauer der Ertaubung vor CI
  • Therapieintensität
  • Zusätzliche Beeinträchtigungen

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Gleiche Diagnosegruppe – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Häufigste Grunddiagnose für CI-Versorgung

Weitere Codes der Diagnosegruppe SP1 – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Häufige Fragen – Z45.3 Anpassung und Handhabung eines implantierten Hörgerätes

Wie finde ich einen CI-erfahrenen Logopäden?

Fragen Sie Ihr CI-Zentrum oder die Deutsche Cochlear Implant Gesellschaft (DCIG). Nicht alle Logopädie-Praxen haben CI-Erfahrung.

Wie lange braucht man nach CI Logopädie?

Bei Kindern oft mehrere Jahre. Bei Erwachsenen typischerweise 1-2 Jahre intensiv, dann abnehmend. Langfristiger Heilmittelbedarf kann beantragt werden.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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