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Verordnungsfähig

Offiziell im Heilmittelkatalog. Diagnosegruppe: SC. Verordnung eindeutig.

Z93.0 nicht auf LHB-Liste. Regulär verordnungsfähig.

Z93.0 – Vorhandensein eines Tracheostomas

ICD-11-Äquivalent: QB61.0 – Vorhandensein eines Tracheostomas exakt

Auch gesucht unter: Tracheostoma Logopädie, Z93.0 Logopädie, Trachealkanüle Logopädie, Dekanülierung Logopädie, Sprechventil Logopädie

FEES vor Dekanülierung. Strukturiertes Protokoll. Logopädie essenziell.

Logopädische Beschreibung – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Z93.0 beschreibt ein vorhandenes Tracheostoma. Logopädisch relevant: 1) Trachealkanülen-Management (Entblockung, Absaugen, Sprechventil anpassen), 2) Stimmanbahnung/Phonation mit Trachealkanüle (Sprechventile wie Passy-Muir), 3) Dysphagie-Management (Trachealkanüle verschlechtert das Schlucken durch reduzierte Larynxelevation und fehlenden subglottischen Druck), 4) Dekanülierungsmanagement.

Typische Störungsbilder – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Dysphagie bei Trachealkanüle SC nahezu alle

Trachealkanüle verschlechtert Schluckmechanik.

Stimmstörung/fehlende Phonation ST1 bei geblockter Kanüle

Keine Luft über Stimmlippen → keine Stimme.

Einfach erklärt:

Ein Tracheostoma ist eine künstliche Öffnung am Hals zum Atmen. Das beeinflusst Sprechen und Schlucken. Logopädie hilft, mit dem Tracheostoma zu sprechen und das Schlucken sicher zu machen.

Logopädische Relevanz – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Häufigkeit mittel bis hoch
Patient*innengruppe Intensivpatienten, Langzeitbeatmete, Laryngektomierte.
Bedeutung Trachealkanülen-Management ist zentrale logopädische Kompetenz.

Zugeordnete Diagnosegruppen – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Quelle: Schluckstörung bei Tracheostoma sehr häufig.

Leitsymptomatik:

SCb

Wann verordnen:

Bei Tracheostoma.

Begründung:

Dysphagie-Management bei Trachealkanüle.

Quelle: Stimmstörung bei Tracheostoma häufig.

Leitsymptomatik:

ST1

Wann verordnen:

Für Phonation mit Sprechventil.

Begründung:

Stimmanbahnung.

Evidenz-Klassifizierung:
Offiziell (HMK) Abgeleitet & verifiziert Praxisempfehlung Nicht offiziell Nicht geprüft

Grün = Direkt im offiziellen Heilmittelkatalog (G-BA). Blau = Aus offiziellen Quellen ableitbar. Orange = Klinisch sinnvolle Ergänzung.

Heilmittel, Höchstmengen und Vordruck je Diagnosegruppe – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

SC Primär Abgeleitet & verifiziert
Heilmittel Schlucktherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Höchstmenge je Verordnung 10
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13
ST1 Abgeleitet & verifiziert
Heilmittel Stimmtherapie
Einzeltherapie 30, 45 oder 60 Min.
Gruppentherapie 45 oder 90 Min.
Höchstmenge je Verordnung 10
Langfristiger / besonderer Bedarf 12-Wochen-Regel bei langfristigem/besonderem Bedarf (verordnete Frequenz maßgeblich)
Verordner Arzt
Vordruck Muster 13

Verordnung & Praxistipps – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Typische Erstverordnung – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Diagnosegruppe SC
Leitsymptomatik SCb
Behandlungseinheiten 10
Frequenz 2-3x wöchentlich
Therapiedauer 45 Min.
Hausbesuch Häufig
Dringlicher Behandlungsbedarf Ja
Therapiebericht Ja

Häufige Verordnungsfehler – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

  • Logopädie bei Tracheostoma nicht verordnet
  • Dekanülierung ohne logopädische Begleitung

Tipps für Ärzt*innen – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

  • SC verordnen. Logopädie begleitet Dekanülierung. FEES vor jedem Schritt.

Tipps für Patient*innen & Angehörige – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

  • Logopädie ist entscheidend beim Tracheostoma, für Sprechen, Schlucken und den Weg zur Entfernung der Kanüle.

Extrabudgetärer Status – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Diese Diagnose steht nicht auf der KBV-Diagnoseliste für langfristigen Heilmittelbedarf oder besonderen Verordnungsbedarf. Logopädie ist regulär verordnungsfähig, sofern die Voraussetzungen des Heilmittelkatalogs erfüllt sind.

SC Reguläres Budget
ST1 Reguläres Budget
Nach Ablauf:

Bei dauerhaftem Tracheostoma langfristig.

Quelle: KBV-Diagnoseliste, Stand 01.01.2026 (Anlage 2 HeilM-RL / Anhang 1 Rahmenvorgaben § 106b Abs. 2 SGB V)

Therapieverlauf – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Therapiebeginn: Ab Tracheotomie

Setting: Intensiv → Reha → ambulant/Pflegeheim

Frequenz: Stationär: täglich. Ambulant: 1-2x/Woche.

Besonderheiten: Logopädie ist zentral bei der Dekanülierung. Strukturiertes Dekanülierungsprotokoll. Immer FEES vor Dekanülierung. Nie gegen medizinischen Rat entblocken.

Therapieinhalte – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

  • Trachealkanülen-Management: Entblockung, Absaugen, Cuff-Druck
  • Sprechventil anpassen (Passy-Muir, Shiley)
  • FEES über Trachealkanüle
  • Schlucktraining: mit/ohne geblockte Kanüle
  • Dekanülierungsmanagement (strukturiertes Vorgehen)
  • Phonation: Sprechventil → ungeblockte Kanüle → Dekanülierung

Diagnostik – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Erstdiagnostik – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Test Zweck Zeitpunkt
FEES (transnasale Endoskopie durch Trachealkanüle möglich) Schlucksicherheit + Phonationsfähigkeit Ab Entblockungsversuch

Verlaufsdiagnostik – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Test Zweck Zeitpunkt
FEES bei jedem Dekanülierungsschritt Aspiration? Vor jedem Schritt

Red Flags – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Aspiration bei Entblockungsversuch Sofort Cuff blocken

Sicherheit vor Dekanülierung.

Prognose – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Viele Patienten können dekanüliert werden. Hängt von Grunderkrankung ab.

Einflussfaktoren – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

  • Grunderkrankung
  • Schluckfunktion
  • Spontanatmung

Prognose im Einzelfall.

Verwandte Codes – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Gleiche Diagnosegruppe – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Weitere Codes der Diagnosegruppe SC – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Häufige Fragen – Z93.0 Vorhandensein eines Tracheostomas

Kann die Kanüle wieder entfernt werden?

Bei vielen Patienten ja. Logopädie begleitet den Prozess schrittweise: Entblocken, Sprechventil, Verkleinerung, Entfernung. Das braucht Zeit und Geduld.

Quellen & weiterführende Links

Gepflegt und geprüft von Logopädie-Expert*innen von Logopädie Kosmos

Unser Fachteam: Logopäd*innen (Staatsexamen, B.Sc.), Patholinguist*innen (B.Sc., M.Sc.) und Akademische Sprachtherapeut*innen (B.Sc., M.A.) – mit langjähriger Erfahrung in Praxis, Klinik und Lehre. Alle Inhalte basieren auf der aktuellen Heilmittel-Richtlinie des G-BA sowie AWMF-Leitlinien und werden regelmäßig aktualisiert.

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